Archiv für Juni 2012

Horst gegen Fleur de Balle 2:2
So, 1. Juli, Heinrich Boltz Kaserne, 14:00 Uhr

Socca Juniors – Jsg Kirkel 11:1
Spielbericht JSG Kirker – Backstreet soccca senior boys alright!

1. Exkurs: Wer Exkurse nicht mag, sollte sich den Spielbericht gleich schenken.

1.Juli, irgendwann nachmittags, das Wetter hält, die Frisur auch, ein paar Zuschauer hat es an die HBK-Krampfbahn verschlagen, man munkelt, die wussten, dass die soccas zumindest de facto an diesem Sonntag die Meisterschaft klar machen konnten. Schade war nur, dass unser Edelfan Leo Lausemaus Müller – sozusagen der Manolo der Bunten Liga – an diesem geschichtsträchtigen Tag unpässlich war.
Der Spielbeginn verhalten, auf beiden Seiten eher Ballbesitz und abtasten. Ein Fernschuss der JSG, dann ein Zweiter, fest aber doch ein gutes Stück über den Kasten.

2. Exkurs: Warum Jogis Musterknaben heute Abend nicht Europameister werden können? Ist doch klar: Toni Kroos hört vor dem Spiel PUR. „Abenteuerland“ ist halt kein geeignetes Mittel gegen die abgebrühte Italiener. Preisfrage: Was haben Antonio Cassano, Mario Balotelli und Hartmut Engler gemeinsam?-Richtig: Nichts!. Ugly men beat nice guys. Zurecht.

Das Spiel nimmt dann an Fahrt auf. Die soccas finden zu ihrem gewohnten Kurzpassspiel auf gewohnt holprigem Geläuf. Nach einigen guten Angriffen machts dann mal wieder Männä. Quer durch drei, vier, fünf Gegenspieler, kurz noch überlegt, ob er den gegnerischen Trainer auch noch aussteigen lassen soll – dann so schön wie selten und dazu noch mit rechts am schon überwundenen JSG Keeper eingeschoben. 1:0 Yippie Yeah.

3. Exkurs: Aus der Wikipedia: Die socca juniors sind eine Fußballvereinigung, die in der Bunten Liga Saarbrücken beheimatet ist. Sie spielen traditionell in Blau-schwarz-weißen Farben um ihre Solidarität mit Fernandos argentinischen Wurzeln zu dokumentieren. Historisch gesehen sind die socca juniors eine Spielvereinigung, entstanden aus der Personalnot der bis 2007 konkurrierenden Fußballgruppen Fubba Klan und Verdammte Hacke. Beide Mannschaften haben bereits den Voyeur-Cup, das wichtigste Thekenmannschaftsturnier im Saarland gewonnen. Nach dem Finalduell 2007 fusionierten die beiden Teams und begründeten die socca juniors. Der Name ist eine Anlehnung an die Boca Juniors, die wiederum in langjähriger Rivalität zu River Plate, dem Bayern München der argentinischen Liga, stehen. Das in Buenos Aires gelegene Viertel „Boca“ gilt als Arbeiter-, Emigranten- und Armenviertel.

Nach dem ersten Treffer erlaubt sich die JSG zu viele Fehler im Aufbauspiel und muss mit viel Laufarbeit gegen die Konter der soccas ankämpfen. Zwei sehenswerte Angriffe über die Außen und eine argentinische Hackenablage sorgen für klare Verhältnisse. Bis zu Pause steht es 7:0.

4. Exkurs: Die soccas haben seit sie in der Bunten Liga vor drei Jahren gestartet sind noch kein Spiel in der regulären Spielzeit verloren. Aber da das Siebenmeterschießen eben auch integraler Bestandteil der Sportart Fußball ist, haben die soccas es geschafft, sich zum Leverkusen der Bunten Liga zu mausern. Somit kam uns der neue Modus ohne Playoffs dann durchaus entgegen, obwohl wir den Siebenmeterfluch und diesen Titel im Gegensatz zu Vizekusen seit dem Ligapokalfinale hinter uns gelassen haben. Allerdings: nachdem ich mir gerade den verschossenen von Orti noch mal im Video angeschaut habe, würde ich persönlich im nächsten Siebenmeterschießen doch nicht bei bet-and-win auf die soccas setzen.

Munter versus müde. Das Motto der zweiten Halbzeit. Die JSG stemmt sich gegen die zweistellige Niederlage, die soccas wie entfesselt, weil sie wissen, dass in dieser Saison keine Siebenmeterschießen mehr kommt und sie Angst haben, dass sie der inzwischen verletzungsbedingt ausgewechselte Capitano bei Nachlässigkeiten in der Abwehr in die Wade beißen würde.

5. Exkurs: Unser Ruf ist glaub ich besser geworden. Waren wir erst kickende Schullehrer sind wir doch inzwischen die immerhin die Backstreet Boys der bunten Liga (vgl. Spielbericht Leiziger). Was vielleicht kein großes Lob ist, aber immer noch besser als PUR hören oder als „Pur der Liga“ zu gelten. Nächstes Jahr starten wir als Ramones juniors. Dann geht der Punk ab.

Abpfiff. Nein, während Teile der JSG bereits in Socken über das Spielfeld schlurfen, weigert sich die Abteilung Attacke, bemängelt den zu frühen Abpfiff, fühlt sich um die Chance auf eine Aufholjagd betrogen und fordert Nachspielzeit. Ej gudd – eine Minute und da fällt das Ding. Hochverdient schiebt die JSG zum Ehrentreffer ein. Endstand 11:1.

6. Exkurs: Statistisch sind die soccas noch nicht Meister, aber nur wenn sich die chinesische Wettmafia in den Spielbetrieb einmischt, wir keinen Punkt mehr holen und Ede alle Spiele zu null gewinnt, könnte da noch was passieren.

3. Halbzeit mit Lockstetter (Ingwer-Schnaps) und inoffizielle Meisterschaftsfeier. Tja Jogi, hättest du uns gefragt, hätten wir dir gleich sagen können: Mit PUR-Fans gewinnt man keinen Blumentopf.

Rock’n Roll!!!!!!!!!!!!!!!

Photobucket Stand Juni 2012 – Danke Manu

Revolution beim Voyeur Cup 2012

vc12

Ein Grundlagenbeitrag von Bernd Rausch

Der Voyeur Cup 2012 oder Geschichte vollzieht sich in Brüchen, die auch Revolution oder Konterrevolution genannt werden. Dass der Mensch sein Schicksal nicht mehr als Unabänderliches betrachtet und der Einzelne, wenn er sich mit anderen zusammentut, das eine oder andere zum Besseren wenden kann liegt auch unserer Erkenntnis zu Grunde. So haben auch wir 26 Jahre lang einen Plan gemacht, wie es voran gehen kann mit dem Voyeur Cup, wie bringen wir ihn nach vorne? Doch wie es so ist mit dem Plan, kaum ist er gemacht, dann kommt auch schon das Unvorhergesehene. Dieses Jahr hat es sich potenziert.

Ein Versuch, das kaum Berechenbare darzustellen. Es vollzieht sich der Wandel der Gesellschaft, in der wir leben, seit Jahrhunderten in langen Phasen. Dieser Wandel beschleunigte sich in den letzten Jahrzehnten, durch das was Globalisierung genannt wird, enorm. Und dennoch erscheinen die Prozesse der rassanten gesellschaftlichen Entwicklung im Verhältnis zu dem, was sich in den letzten Jahren beim Voyeur Cup vollzogen hat wie lahme Enten.

Betrachten wir die Welt in ihrem Ganzen, so sehen wir, nichts ist von Dauer und nichts hat Bestand. Fortschritt oder Barbarei, das war sicherlich seit langem die Frage und in diesem sich ständig beschleunigenden Gebilde namens Weltökonomie, in diesen Wirren stellt sich bereits für viele die Frage, was ist Fortschritt und was ist Barbarei. Beim Voyeur Cup vollziehen sich die Dinge in einem noch viel rassanteren Durchlauf. So ein durchschnittliches Bürgerleben in den wohlhabenden Ländern dieser Erde beträgt 80 Lebensjahre. Ein Voyeur Cup Leben lebt manches Mal nur einen Sommer lang und manchmal 20 Jahre und mehr. Doch wie lange beträgt ein durchschnittliches Voyeur Cup Leben? Pi mal Daumen genommen, somit etwas grob geschätzt, solange wie eine im Durchschnitt gute Ehe oder ein Katzenleben, nämlich 7 Jahre.

Und alleine aus dieser Dynamik einer hochgradigen Beschleunigung des unablässigen Bruchs der Kontinuität ist ableitbar, dass das fragile Gebilde, das sich Voyeur Cup nennt, so mir nix, dir nix verschwinden kann.

Jetzt wird es noch konkreter. Beim 26. Voyeur Cup 2012 spielten zwei Fünfergruppen. Jedes Team hatte 4 Vorrunden Spiele und anschließend noch mindestens zwei Spiele in der Zwischenrunde, ob im Voyeur- oder Schatten Cup. Die beiden Teams die ins Endspiel des Voyeur Cup oder des Schattencup kamen absolvierten somit 8 Pflichtspiele. Nur eine Mannschaft, die Molschder 09, mit ihrem Coach Werner, spielten noch ein Spiel mehr und das kam so: Die Moschder 09 spielten 4 Vorrunden Spiele, 2 Zwischenrunden Spiele im (A) Voyeur Cup Turnier. Als 3. Bester dieser Zwischenrunde mussten sie dann noch die Zwischenrunde für das (B) Schattencupturnier spielen, d.h. + 2 Spiele. Dann spielten sie im Endspiel des Schattencup, d.h. + 1 Spiel. Sie spielten 9 Spiele, somit mehr als jedes andere Team. Doch und jetzt kommen wir zur Voyeur Cup Revolution 2012, denn es gab Spieler, die 15 Spiele absolvierten, aber wie das möglich?

Die Voyeur Cup Revolution 2012

Nicht, dass es für dieses historische Ereignis keine Anzeichen und Vorläufer gegeben hätte. In den vergangenen Jahren halfen Spieler und Spielerinnen anderen Teams aus, wenn diesen die eigenen Leute ausgingen. Am weitesten war dieses Austauschsystem bei den Leipziger 52 gediehen, als diese mit zwei Mannschaften zum Voyeur Cup antraten und ein reger Spielerwechsel zwischen beiden Teams stattfand. Doch in diesem Jahr hatte dieses quantitative Anwachsen des Spieler-Wechsel-Dich eine neue Qualität. Erstmals trat ein Pool von Spielerinnen und Spielern auf den Plan, die sagten, wir alle bilden eine Einheit und gehören nicht mehr einer speziellen Mannschaft an. Wir bilden wohl zwei Teams und spielen dort, wo wir wollen, wir haben keine direkte Mannschaftszugehörigkeit mehr, wir sind ein Pool. Aus zwei mach eins und aus eins mach zwei. Die Teams, die als Eckschwalben und als Schnappschuss antraten, waren genau besehen keine Teams mehr, sondern sie waren ein Pool. Freies Floating bei höchster Flexibilität und zugleich mit uneingeschränkter Solidarität (alle für eine oder so) liegt diesem Denken und Handeln zu Grunde.

Knapp zusammengefasst. Revolutionen beim Voyeur Cup sind möglich. Einsturz des ganzen Gebildes droht jedoch jederzeit, das haben Revolutionen, so an sich. Doch wenn der Voyeur Cup als Ganzes gewinnen will, braucht es nicht nur Solidarität im eigenen Team oder eigenen Pool, sondern auch im Gesamtsystem. Daraus folgt unter anderem: Es gibt ein paar wenige verbindliche Abmachungen, die eingehalten werden sollen, sonst bringt die beste Revolution nichts. Über manches andere legen wir den Mantel des Schweigens oder kehren es unter den Teppich.

Bilanzierend bleibt zu sagen: Das Voyeur Cup Turnier 2012 war großartig, wie meistens. Wir vom VC Team bedanken uns bei allen Gästen, Spieler/innen und Helfer/innen des diesjährigen Kultur- und Fußballhappenings.

Die Gewinnerteams im Voyeur Cup 2012: 1.Sieger: Schnappschuss, 2. Sieger: Nilles 1, 3. Sieger Fubba Clan und Nilles 2

Die Gewinnerteams des Schattencup 2012: 1. Sieger: Hamlet 08, 2. Sieger: Molschder 09

Voyeur Cup 2012

Bernd vom Voyeur-Cup sucht noch eine Mannschaft. Anmeldung möglich bis Do. 21.06. 21 Uhr.
Auf geht´s !!!

Anmeldung Voyeur Cup 2012 – Jetzt – Teilnehmende Mannschaften bitte anmelden unter: takt@takt.de (Kennwort: VC 12). Bitte geben Sie/Ihr den Namen eures Teams an und überweisen Sie die Teilnahmegebühr (Startgeld 60 Euro) auf unser Vereinskonto: Verein zur Förderung u. Verbreitung von Kultur… , KoNr.: 0090014853, BLZ: 590 501 01, Sparkasse Saarbrücken. Von den 60 Euro sind 10 Euro Müllpfand, d.h. die Mannschaften, die ihren Müll selbst entsorgen bekommen das Pfand zurück. Fragen ans Voyeur Cup Team bitte unter: takt@takt.de Die Gruppenauslosung findet am 18.6.2012 um 18 Uuhrim Gasthaus Bingert statt


Photobucket
2012 Der Voyeur Cup ist das alternative Kultur -und Sportereignis an der Saar. Voyeur Cup – Das Fußballturnier wo Männer und Frauen in einem Team kicken findet 2012 nur an einem Tag statt (Sportplatz Waldhausweg Saarbrücken), am 23. Juni 2012, 10 Uhr. Das Voyeur Cup Turnier wird auf 16 teilnehmende Teams begrenzt. Das Ü40Turnier wird mit maximal 8 Mannschaften starten. Das Schatten Cup Turnier findet ebenfalls statt. Anmelden können Sie ihr Team solange noch freie Plätze vorhanden sind. Wie immer gibt es viele feucht/nasse u.a. Preise. Auslosung der Gruppenspiele: 18.6.2012, 18 Uhr, Gasthaus Bingert, Nauwieserstr. Nauwieserviertel, Saarbrücken

***Spielankündigung: Bunter Gipfel – Kampf der Giganten***

Die strahlenden Gewinner des BUNTE-LIGA-Pokal-Events, die Soccer Juniors (Sieger des SonnenCups) und die Leipziger52 (Sieger des SchattenCups) treffen am kommenden Mittwoch, 20.06., 20:15Uhr, im Stadion Kunterbunt aufeinander.

Aktuelle Form/Tendenz/Orakel:

Letzte Saison 1:1

Soccers in dieser Saison ungeschlagen; Unangefochtener aktueller Tabellenführer; sensationelles Torverhältnis, nur 8 Gegentore; beim LigaCup offenbarten sich allerdings enorme Abwehrschwächen ! Vor allem bei den Elfemeterschiessen war die Abwehr total entblößt !! Sind in´s Endspiel mehr gestolpert – mit Glück gegen bärenstarke Sterne gewonnen.

Leipziger in 2012 noch ungeschlagen; Tabellenzweiter; beim LigaCup leichtfüßig von Niederlage zu Niederlage getänzelt und sich dabei auch noch gesteigert (0:1; 2:4; 0:3); Halbfinalgegner beim Schattencup vor lauter Angst nicht angetreten, Uschis im Finale 4:0 eingecremt !

Orakel Küschenschabe Knut meint: Leipziger werden ihren Heimvorteil nutzen!!

So long…

Willi52


Spielbericht:
Leipziger Bravehearts-TicaTaca Soccas 1:4

20.06.2012, EM-Spielfreier Tag, der moderne Mann zückt den Mondphasenkalender und sieht nach, was zu tun ist. Aha, Haarpflege, Umtopfen und Krampfadern eincremen ist heute günstig. Nicht zu empfehlen: Tabellenführer rausfordern…Scheiss drauf, die Leipziger wollen es endlich wissen…also auf in die Hahnen-Kampf-Bahn.

Punkt 20:15 Uhr stehen sich beide Teams in Bestbesetzung gegenüber, die Leipziger im gelben Schlabberlook, die Soccas in modischen blauen Jerseys und auffallend gut frisiert, weshalb
sie intern auch die BackStreetBoys der bunten Liga genannt
werden.

Zum Spiel:
Beide Mannschaften standen zunächst sehr geordnet und beäugten sich misstrauisch. Der von den Leipzigern befürchtete Sturmlauf der Soccas blieb(zunächst)aus,
sodass die Gelbhemden relativ schnell bis zur tiefstehenden Abwehrreihe des Tabellführers durchdringen konnten.

Nach einem Ballverlust am Sechzehner der
Soccas wurden die Leipziger nach der Strich und der Faden ausgekontert…Wuuusch…ohne eine Chance an den Ball zu kommen, wurde selbiger zum
1:0 im Netz der Leipziger versenkt. Auch beim 2:0 kurz darauf,zelebrierten
Soccas ihr TicaTaca in Perfektion…einfach Klasse !!
Danach konnten die Leipziger mit ihrem mittlerweile eingetrudelten etatmäßigen Spielmacher ein leichtes optisches Übergewicht herstellen und kamen nach schönem Kurze-Ecke-Trick17 zum Anschlusstreffer.
Es folgte ein offener Schlagabtausch ohne viel Mittelfeldgeplänkel und vielen Zweikämpfen in den Strafräumen. Einen solchen, schon sicher erkämpften Ball verschenkten die Leipziger beim 3:1, nach dem Motto:“Ich hab‘ ihn, nimm du ihn.“, sowas lässt sich ein Tabellenführer nicht nehmen und vollstreckte aus kurzer Distanz zum Halbzeitstand.
Nach dem Wechsel fand kaum noch Mittelfeldspiel statt, da beide Mannschaften dieses schnell und oft mit
langen Bällen überbrückten. Die Soccas blieben stets brandgefährlich und kamen bei ihren Angriffen fast immer auch zum Abschluss. Die wie die irischen Bravehearts wacker anrennenden Leipziger leisteten sich zu viele unforced errors, um richtig gefährkich zu werden. Nach dem 4:1 für den desgnierten Champ hätten hüben wie drüben noch weitere Tore fallen können, aber letztlich spiegeln die drei Tore Differenz auch die Kräfteverhältnisse realistisch wieder.
Danke an alle Beteiligten für das jederzeit faire Spiel.
Willi52

Bunte Liga Pokal

SIEGER 2012 SOCCA JUNIORS

Schattencupsieger: Leipziger 52