Archiv für Februar 2011

Leipziger 52 – LOK Lebach 3:3
Mi. 23.02. um 20:30 Uhr – Zentralstadion Dudweiler

Jetzt ist schon wieder etwas passiert!
Man muss sich das so vorstellen; 14, respektive 16 oder 18 (?) jüngere, nicht mehr ganz so junge, und ältere Männer, zur Hälfte in gelbe, zur anderen Hälfte in rote Hemdchen gehüllt, haben bereits 58 Minuten lang ein rundes Dingens gequält, gespielt, gehämmert, gedonnert, gestreichelt, geschlenzt, geköpft, gepasst, gesemmelt und gezimmert. Die Männer sind gerannt, gesprintet, gestolpert, gestürzt und wieder aufgestanden, sie standen auch mal herum, prustend-hustend-durchpustend. Sie haben gehofft, gebangt, gelitten und gestritten, haben sich gelobt und angefaucht, sie haben gejubelt und gejammert. Sie haben sich die Haare gerauft sofern sie noch welche zur Schau tragen auf ihren erhitzten kühlen Köpfen.
Kalt ist es, Februar, der Boden ist gefroren, die Brasche hautunfreundlich hart. Bis auf einen der sich Till nennt (ein Gelbkittel) haben alle jeden größeren oder kleineren Zusammenstoß, jeden Rempler, jede Bodenwelle heil überstanden. (Gute Besserung wack´rer Kämpfer Till! Das muss ja mal gesagt werden!).
58 Minuten passé, 2 Minuten noch offen. Fußball in reinster Form; Bunte Liga, Freizeitgekicke – hier und da echte Künstler, dort und hier weniger „Begabte“, echte Kämpfer und Recken eben, Wasserträger, unverzichtbar, wertvoll. Direkt an der Basis des Fußballsports, ganz unten mit viel Luft nach oben.
In zwei Minuten kann noch viel passieren, da kann noch was gehen, da geht vielleicht aber auch nix mehr, da ist das Spiel vielleicht schon gelaufen. Oder auch nicht.
3:2 für die Herren in den roten Hemden, die sich im Vorteil sehen, die 3 Punkte schon fast sicher verbucht haben auf ihrem mannschaftsinternen Konto. Das käme zweifelsohne gut, ist man doch „nur“ Fünfter derzeit in der BuLi-Tabelle und man hadert ein wenig so in Richtung „wäre da nicht mehr drin gewesen?“ und „hier und da ein Punkt mehr und alles sähe besser aus!“, aber jetzt, hier, da, jetzt sieht das allemal gut aus. Immerhin schlüge man den derzeitigen Tabellenzweiten, würde ihm gar die erste Niederlage der Saison zufügen. Und außerdem; sind die Leipziger da im gelben Dress! Ist ja nicht irgendwer! Ausgefuchste alte Hasen, die schwer auszurechnen sind und die man nicht eben mal so vom Platz schießt wie die Krähen vom Acker. Klingt gut; 3:2 gegen die 52er, das nimmt man gerne mit!
Zwei Minuten noch durchhalten, das Ergebnis halten, sichern, nichts mehr anbrennen lassen. Da passiert jetzt nix mehr, da hat nix mehr zu passieren. Das Dingens ist gelaufen, passé!
Alle sind müde. Die roten wie die gelben. Das gibt sich nix. Alle sind gedanklich auch schon irgendwie oben in der warmen Kneipe beim kühlen wohlverdienten Bierchen oder Apfelschörlchen, je nach Gusto, aber gemütlich da, und warm und Salzstangen dort und die Bayern spielen noch 40 Minuten lang, da kann man ja mal schauen was die so besser können als man selbst und so. Ist ja auch nicht unwichtig, lernt man ja auch beim Zusehen.
Müüüde. Noch zwei Minuten. Es passiert auch nicht mehr all zu viel. Ballgeschiebe mehr oder weniger, obwohl … der Ball, dieses kuriose Dingens da, der gibt sich nicht müde, der will noch was … irgendwas will der noch, ja was will er denn, das Ding? Dieses Ei, diese Pille, diese Quetsch! Ungeheuer ist viel, aber nichts ungeheurer als der Ball! Der schielt nicht mit einem Auge schon nach dem Pils. Der will nochmal gestoßen werden, egal wie, noch hat er zwei Minuten die volle Aufmerksamkeit aller. Der ist rund und der will ins Eckige so wie es seine Bestimmung ist und war und sein wird für alle Ewigkeit.
Man muss sich das dann so vorstellen; Eigentlich locker und lässig hält der linke verteidiger der roten fraktion (unpolitisch möchte das natürlich gesehen werden, also da nicht hindenken!), also der hält das Spielgerät in der eigenen Hälfte hinten links völlig unbedrängt zunächst, alles im grünen Bereich, alles klar, cool bleiben!, hält er die Quetsch und will hinten rum übern Tormann spielen, was ja in den meisten Fällen Ruhe bringt und Luft und Zeit und was ja auch legitim ist und nichts schaden kann. Quasi unverfänglich, null problemo! Und passt da auch erstmal. Der Tormann kommt entgegen und sieht dem Ball entgegen. Passt also … aber dann passiert was. Aber was passiert denn da? Der Tormann geht entgegen und da springt ein Gelbkittel heran, eigentlich eher aus purer Verzweiflung nur noch, oder mit dem Hintergedanken, noch vor Ende der 60 Minuten so ne Art vordergründigen, fast scheinheiligen letzten Einsatz zeigen zu wollen, also quasi Alibifunktion. Kann er später oben im warmen Kämmerchen sagen „Uff, Mensch, bis zuletzt alles gegeben!“ – ihr wisst schon … (also der Verfasser weiss, weil er selbst der Alibi-Suchende war in Person, da muss er das ja wissen was ihn da geritten hat!) … also wo waren wir jetzt? Ach ja. Und da passiert dann was – wir hatten das ja zu Anfang dieses unsinnigen Gelaberes hier schon gesagt. Es … pas … siert … et … was. Ungefähr in diesem Tempo auch. Und sei es nun, dass der rote Tormann im beinahe toten Augenwinkel etwas gelbblitzendes aufleuchten sieht, dass er nicht einzuordnen weiss, ihn daher irritiert, oder dass er vor Schreck erstarrend ein Abstiegsgespenst in Form einer Werder-Raute auf der Mütze des Verfassers dieser seltsamen Zeilen wahrnimmt, wie auch immer … er steht da, steht, wie angefroren, wär ja kein Wunder eigentlich bei den Temperaturen, aber komisch wirkt das wie er da steht, so erstarrt. Und das Dingens da, die Pille, die Quetsch, dieses Teufelsding, das will aber nicht stehen, das will laufen, das will vorwärts. Und es tut es auch, kullernd wie der Kugel eben eigen, aber laaaaaaaang … saaaaaaam wie Zeitlupe oder Scharping einst im Kabinett, so un … glaub … lich … laaaaang … saaaam und 7 oder 8 oder 10 + 5 Zuschauer-Augenpaare verfolgen laaaang … saaaam den formschönen Lauf des Dingens, der gegen das linke Aluminium tendiert. Und es wird so langsam deutlich, dass das irgendwie passt, das passt von Sekunde zu Sekunde immer deutlicher genau ins Eck und dann Zack hat es gepasst und es ist eben etwas passiert. Jetzt ist schon wieder etwas passiert. Haben wir ja von vorne herein gesagt, dass dem so ist.
Der Ausgleich ist da. Das ist passiert. Kurz vor Passé! Kurios! Das Gelächter ist da, natürlich, ist ja nicht böse gemeint, aber Gelächter gehört ja auch dazu, soll ja sein, ist ja Freizeit, alles nicht so bierernst! Und das Dingens tut manchmal eben seltsame Dings, weil ungeheuer ist viel und so , aber das hatten wir schon.
Jedenfalls ist´s dann passé, die Schultern unter den roten Trikotagen senken sich, die Brustkörbe unter den gelben heben sich aufatmend, durchpustend, erleichtert, Uff, ein Punkt dann doch noch in die Tücher, die trockenen, gepackt.
Schiedlich, friedlich schütteln Hände sich, umarmen sich Freund und Gegner, denn von Feind kleine Spur! Schön so, so gehört sich das. Man hat in den 60 Minuten viel gesehen, Höhen und Tiefen erlebt und erlitten, kuriose Tore gesehen und ein Furioso am Ende, die Torfolge war spannungsgeladen 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 2:3, 3:3, eine schöne Kurve! Dazu ein versemmelter Elfmeter, noch mehr versemmelte 100%ige (der Verfasser rauft sich noch die Haare bzw die Rautenmütze), und hier und da ein gelungener Pass, ein Stückchen für die Galerie, ein Auf- und Ab, ein Hin und Her, ein fröhliches!
„Gerecht letztendlich!“ … „hätte auch 6:6 ausgehen können!“ … „einen Sieger hat´s eigentlich nicht verdient!“ … „passt scho!“. (Der Verfasser verzichtet hier auf genaue Quellenangaben, denn er will ja keinen Doktortitel hierfür und Minister will er auch nicht werden!), aber egal, das gehört ja gar nicht hierhin. Was gehört noch hin? Ein Dankeschön! Ein Dankeschön an die Spieler der Lok Lebach für ein faires, schönes, spannendes Spielchen mit gerechtem Ausgang.
Bis zum nächsten Mal, wo wir sicher wieder sagen dürfen;
JETZT IST SCHON WIEDER ETWAS PASSIERT!

Manunho

P.S.: Plagiatsvorwürfen des Herrn Wolf Haas in Sachen Schreibstil sehe ich gelassen entgegen. Der kann das um einiges besser!

Hallenturnier

Spielplan für Samstag:
15:00 Lok Lebach – Uschis 5:2
15:15 Horst – Roter Stern 4:3
15:30 Lok Lebach – Edwin van der Saar 3:5
15:45 Horst – Socca Juniors 2:5
16:00 Uschis – Edwin van der Saar 1:5
16:15 Roter Stern – Socca Juniors 3:2

16:30 Platz 5 Uschi – Horst 1:2
16:45 Platz 3 Lok -Stern 2:3
17:00 Soccas – Ede 4:1

03.02.2011 / Donnerstag
20:00 Uhr / Gasthaus Bingert

- Hallenturnier am Samstag, 12.02.2011 in Saarbrücken / Soccer Star
- Wann ?: Start: 15.00 -Ende 17.30
Anmeldung bitte an bunteligasb[at]web.de mailen
Anmeldeschluss ist der 01.02.2011
Startgebühr pro Mannschaft 15 € / Zahlung 03.02.2011 beim Stammtisch

Teilnehmer: Horst, Leibzischa Zwoänfuzisch, Uschis, Soccas, Oranjes & die Sterne (Lok. ?)
Spielregeln:
*Spielzeit 12 Min. ohne Halbzeit
*5 gegen 5
*Es wird ohne Abseitsregelung gespielt.
*Insgesamt 10 Spieler/innen gleichzeitig pro Court plus 2 Auswechselspieler/innen pro Mannschaft
*Tore sind nur gültig, wenn sie innerhalb der gegnerischen Spielhälfte erzielt werden.
*Nach einem Torerfolg wird das Spiel durch Anstoß/Abwurf vom Torwart fortgesetzt.
*Der Torwart darf den Ball nur innerhalb des gekennzeichneten Torraums mit den Händen berühren. Wird der Ball außerhalb des gekennzeichneten Torraums vom Torwart mit der Hand berührt, gibt es für die gegnerische Mannschaft einen 7 Meter Strafstoß.
*Wird der Ball von einem Spieler/in mit der Hand berührt – dies gilt für die gesamte Court–Fläche – gibt es für die gegnerische Mannschaft einen indirekten Freistoß.
*Ein Foulspiel außerhalb des gegnerischen Torraums wird mit einem indirekten Freistoß geahndet.
*Ein Foulspiel innerhalb des gegnerischen Torraums wird mit einem 7 Meter Strafstoß geahndet.
*Berührt der Ball das Absicherungs-Netz an der Decke wird das Spiel unterbrochen und mit einem Freistoß der gegnerischen Mannschaft fortgesetzt.
*Berührt der Ball das Absicherungs-Netz an den Außenseiten, erfolgt ein Einrollen für die gegnerische Mannschaft.
*Berührt der Ball das Absicherungs-Netz rechts und links vom Tor, so
gibt es immer einen Abstoß bzw Eckball.

* Bunte Liga SB haftet nicht!

FAIR GEHT VOR!

Gruppe I
52, Uschi, Ede
Gruppe II
Horst, Stern, Socca

Startgeld bezahlt bis dato: Horst u Uschi

Treffpunkt am Samstag: 14:30 Uhr
Wo ?
auf Platz 1
Soccer Star
In der Galgendell 56
66117 SB