Archiv für Juni 2009

Ehrenrunde

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manu52 /01.07.2009

17.06.09 // 20:00 Leipziger 52 – Fukuoka 3:1

18.06.09 // 20:00 KFK – Lok Lebach /// HBK ABGESAGT

21.06.09 // 18:00 // HBK // Eckschwalben – Fukuoka 3:0

24.06.09 // 20:30 // Zentralstadion // Leipziger 52 – WSG 1:2

28.06.09 // 18:00 // HBK // Edwin van der Saar- Fukuoka 5:4
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24.06.09 // 20:30 // Zentralstadion // Leipziger 52 – WSG 1:2
Vorbericht:
L 52 – WSG
Zum Spiel um Platz 5 empfangen heute abend um 20.30 Uhr die alten Herren der 52er um Capitano Old Michel die Frischlinge der WSG.
Erfahrung pur gegen Sturm und Drang. Ein Generationenkonflikt im heiligen Ground des Zentralstadions. Die Startformation der WSG lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Die der 52er bietet wenig neues und noch weniger Alternativen. Die Leipziger pfeifen aus dem letzten Loch. Stammkeeper Karsten ist weiterhin verletzt, wird ersetzt durch den Mann mit dem grellen Testbildtrikot, Manunho, der natürlich im Sturmzentrum fehlen und aller Wahrscheinlichkeit nach durch Till oder Uwe ersetzt wird. Auch Markuswilli fällt weiter aus, seinen 6er Part übernimmt Old Michel, direkt hinter Spielmacher Robinho, der seinerseits geschwächt in die Begegnung gehen wird. „Wenn die Wade zu sehr zwickt geh ich wieder ganz vorne rein. Hat ja in der zweiten Halbzeit gegen die Fukuokas gut geklappt“, so Robinho. Ob Wacho Karacho aufläuft ist ungewiss. Seit Wochen hat man von ihm nichts gehört. Carlos-the Ex-Cat hat sein Kommen angekündigt. In der Abwehr werden Williwilli und Christiano II versuchen das Spielgerät vom eigenen Gehäuse fernzuhalten. Die neue Ausrichtung im 2-2-2 System hat sich in den Spielen gegen den KFK und gegen die Fukuokas als günstig erwiesen. „Besser nur 2 Verteidiger, die dann aber wirklich verteidigen als drei, die alle nur nach dem Ball rennen“, so der augenzwinkernde Kommentar von Manunho, der mit seiner neuen Rolle als Keeper arge Probleme hat. „Ich scheiß mir da hinten echt in die Strampelhosen, wenn die gegnerischen Kanonen da auf mich zukommen und meine Abwehr rumrennt wie ein einziger Hühnerhaufen. Da kann ich mich nur noch durch Rumgebrülle beruhigen. Von hinten sieht alles Scheiße aus und tausendmal schlimmer als es ohnehin ist!“
Die Stimmung in der Mannschaft ist vor dem letzten Spiel der Saison aber ausgelassen. Die letzten beiden Spiele, das 3:1 gegen die Fukuokas, vorallem aber das 2:1 gegen den KFK (jeweils nach Rückstand) haben versöhnlich gestimmt, haben derbe Niederlagen und interne Streitereien weitgehend relativiert und wieder Hoffnung gemacht.
„Wir werden versuchen, den jungen Hüpfern so gut als möglich Paroli zu bieten. Und wir wissen, dass wir das auch noch können“
Spielbericht: Leipziger 52 – WSG Kosmos 1 : 2 (1 :

Eigentlich hätten sich die Oldies von den 52ern nach dem Spiel kollektiv
in den Allerwertesten beißen müssen. Taten sie aber nicht. Vielmehr
feierten sie die unglückliche Niederlage ausgelassen und waren mit sich
und der Fußballwelt vollends im Reinen.

„Das war ein gefühlter Sieg“, äußerte sich EHRENCAPITANO (damit das
jetzt mal klar ist!!!!!!!!!) Old Michel, der sich wie alle anderen nicht
nur tapfer gegen die Jungenbande der WSG gestellt, sondern vielmehr ein
herzerfrischendes und ausgesprochen kombinationssicheres Spielchen
abgeliefert hatte.
Die Leipziger bestimmten das Match, hatten Torchancen über Torchancen,
spielten im Mittelfeld schnell und gekonnt über die Außen, Till im Sturm
war überragend, verwandelte gekonnt zur 1 : 0 Führung, und die Abwehr,
lauthals dirigiert vom bunten Torwartvogel Manunho, zeigte sich
bombenfest und sicher.

Eigentlich war das Spiel schon gewonnen, nach dem Ausgleich war das
Spiel eigentlich schon unentschieden, nach dem Querpass von Old Michel
zu Williwilli direkt vorm eigenen Gehäuse war plötzlich alles anders.

Es war kein zusammengeknülltes Papier, das da im Weg lag, es war der
katastrophale Kieselsteinbelag auf dem Feld des Leipziger
Zentralstadions, der den Ball über Williwillis sonst so sicheren Spann
und dem heranrauschenden WSGl-Stürmer direkt vor die einschussbereiten
Stiefel hüpfen ließ. Zu weit von Manunho und ebensoweit von Williwilli
selbst entfernt, also genau dahin wo es richtig wehut, dahin wo nix mehr
zu machen ist, dahin wo der ungerechte Fußballgott ihn haben will, damit
irgendeine Gerechtigkeit anderswo neuztralisiert wird, oder warum auch
immer!?

Es war das 1:2, ein solch bitterer Gegentreffer ward selten zuvor
gesehen. Markuswilli, der seine lädierten Knochen extra zum
Spielfeldrand geschleppt hatte war kreidebleich geworden, das
kunterbunte Papageientrikot von Manunho wirkte verwaschen, die Zeit
stand irgendwie still und starr wie der oft besungene See am Weihnachtstag.

So etwa muss es gewesen sein bei der WM 1950 in Brasilien, als die
Selecao das 1:2 gegen Uruguay kassierte vor knapp 200.000 Zuschauern im
Maracana-Stadion. Stille und Entsetzen, Zeitstillstand, das Nichts in
greifbarer Form.

Manunho schaute dem Kullerball noch nach Ende des Spiels hinterher, wie
der gnadenlos wie ein grinsender Teufel seinen langsamen Weg ins Gehäuse
fand, während die WSGler die viel geübte Jubeltraube in Manunhos rechtem
Augenwinkel bildeten wie zur Häme.

„Wer die Dinger vorne nicht macht, der kriegt sie irgendwann hinten
rein“, so das pomadig lapidare Urteil der WSG-Spieler, die an diesem Tag
einfach das Glück gepachtet hatten, die aber auch – um das nicht zu
vergessen – einen Torhüter in der Hütte hatten, der einfach immer am
richtigen Platz stand. Außerdem mit 100%er Quote im Abschluss. Zwei
Chancen – zwei Treffer! Effektiver ist nicht Fußball spielen.

Sei es drum! Es wurde gefeiert, noch auf dem Platz die Kännchen gehoben
auf Markuswilli der seinen 25+x-ten Geburtstag unbedingt mit dem Team
verbringen wollte. Welch Eintracht bei den 52ern, die die Saison mit 7
Siegen, 2 Remis und 7 Niederlagen auf Platz 5,2 beenden und dies mit
freudigem bunten Lächeln tun.

Glück Auf und Ab und Zu!
Manunho, das kunterbunte Testbild
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Stand 18.06.2009 / manu52

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18.06.2009 Rück n Stück

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