Archiv für Februar 2008

Leipziger 52 – Edwin van der Saar 4:3

Fotos: Uli Baus

Spielbericht
Wie lange ist eigentlich eine Minute? Diese letzte Minute in der Begegnung Ede van der Saar gegen Leipziger 52 hätte aus Sicht der Leipziger nicht länger als 52 Sekunden dauern müssen. Doch die Uhr war fest in Händen des Gästefanblocks und die Spannung auf dem Feld (eher Acker) und drumherum war schier mit Füßen zu treten beim 4:3-Sieg des Tabellenführers. Unabhängige Beobachter sprachen davon, dieses letzte Minütlein habe stolze zehn mal 52 Sekunden gedauert. Ein Fall fürs DFB-Sportgericht? Nie im Leben. Wir wollen ja auch keinen Meyer-Vorspieler oder Dingsda beim Überreichen der Meister- schale? Flasche? Strümpfe? Dann lieber wie am Sonntag geschehen mit dem Gegner nach dem Kick noch ein Stückchen Kuchen essen. Maurice hatte extra seine Weihnachtskeks-Dose mit dabei!
4:3 – während „Emma“ Windböen und Nieselregen zum Knappenroth schickte, spielten die 52er in den ersten zehn Minuten, als hätten sie mit der guten Emma ne schöne Nacht im Bett verbracht. Pässe, die länger als fünf Meter zu schlagen waren, landeten bei den Edes. Pässe, die kürzer als fünf Meter waren, überforderten die eigenen Mitspieler. Der Ball landete dann – na klar – bei den Edes. Und während bei den Gelbhemden eine Diskussion entbrannte, was die Abwehr, was der Angriff zu leisten habe bei einem gepflegten Fußiball-Match, ließ die Van-der-Saar-Truppe keinen Zweifel aufkommen: Der Tabellenerste sollte endlich mal verlieren. Nach schickem Schuss von Lars – im modernen Kommentatorendeutsch: Der hat den Ball in den Giebel gezimmert – stand es demnach schnell 0:1. Danach spürte der Tabellenführer, dass er längst aus dem Bett raus war und seinen zahlreichen Fans rund um den Globus etwas schuldet. Also ließen die alten Leipziger den Diesel langsam hochfahren. Robin mit feinem Dribbling, Markus mit kaltblütigem Lupfer, Manu mit demütigendem Bällchen direkt neben den Pfosten – so stand es 1:3 zur Pause.
In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein ausgeglichenes Match. Einen klaren Elfer wollten die 52er nicht annehmen. Und als Manu per Hacke auf Vorarbeit von Robin (der sich mal auf den Flügel bequemt hatte) das vierte Ding machte, konzentrierten sich die Leipziger nur noch darauf, wie ein standesgemäßes 5:2 zu organisieren wäre. Die Rechnung hatten sie ohne den Ede gemacht. Der Gastgeber drehte jetzt mächtig auf. Maurice sorgte für das zweite Tor seines Teams. Lars lochte zum Anschluss ein. Und dann kam jene letzte Minute mit gefühlten 13 gefährlichen Schüssen, 26 Lattentreffern und 52 Glanzparaden von Carlos, dem Fastunbesiegbaren.
52 Grüße

Michel 52

Leipziger 52 – Ede van der Saar 4:3
// Sonntag, 02.03.2008 // 15 Uhr @ Knappenroth Bolzplatz

Vorbericht:
Erinnern wir uns einmal zurück an den ersten Spieltag. Leipziger 52 und Edwin van der Saar eröffneten die neu gegründete Bunte Liga. Dieses Spiel war wohl das chaotischste in dieser Saison. Beim Warmmachen merkten beide Mannschaften, dass sie zu wenig Spieler an Board hatten. Eine Lösung musste schnell gefunden werden, da man das erste Spiel schlecht absagen konnte. Man entschied sich, die Einlaufkinder nicht nur an die Hand zu nehmen, sondern ließ sie mitspielen. Statt 14 Spieler wetzten nur 10 Spieler und gut 7 Kinder dem Ball nach. Absolutes Highlight war das Einschreiten eines Fremden in Lackschuhen, Jeans und Kaschmirpullover, der bei sehr sonnigen Temperaturen sich ohne Ankündigung aktiv in das Spielgeschehen einmischte. Niemand wusste so recht, zu welchem Team dieser Flitzer gehörte. Der Techniker im Kaschmirtrikot kickte wild drauflos und verteidigte das Ede-Tor, also war schnell klar, dass er ein unbekannter Edianer aus den weiten eines unbekannten und fremden Strafraums war. Das Hinspiel endete 5:2 für die Leipziger und ist bis heute noch Gesprächsthema, in exklusiven Fachkreisen.
Jetzt am Sonntag treffen die beiden Teams im Rückspiel erneut aufeinander
Die Kultmannschaft von Michel und Robin will den souveränen Tabellenvorsprung ausbauen. Im Tor wird wie immer Carlos the Cat die Bälle abwehren. Mittelfeldmotor Lena und Kopf der Mannschaft Robinio sorgen für die Ballverteilung bei den Leipzigern. Michel wird sich um Absicherung nach Hinten kümmern. Gefährlich wird es für die Ede-Kicker werden, wenn Michel sich in den Angriff einschaltet. Generell sind die Yellow Submarines in ihrer Spielweise unberechenbar, zumal sie noch einen Manu und einen Wacho an der Front haben. Dieser lange Wacho erinnert an den Engländer Crouch: technisch sehr stark, aber oft unkonzentriert im Abschluss und bei einer konsequenten Manndeckung leider auch auf verlorenem P(f)osten. Wenn Wirbelwind Ede (So ein schöner Name aber nicht bei Edwin van der Saar, welch ein Jammer) noch in die Mannschaft der 52er aufrücken sollte, wird es verdammt schwer, für die Saarkicker gegen dieses eingespielte und routinierte Team zu punkten. Ob die dreijährige Emilia Zweiundfünfiziger am Sonntag ihr Debüt gibt, steht noch in den Sternen. Mit ihrer Begeisterung am Fußball wäre sie auf jeden Fall eine Bereicherung für die noch jüngere Bunte Liga Saarbrücken.
Nun zu Edwin van der Saar
Edwin van der Saar will an das letzte erfolgreiche Spiel anknüpfen. Trainer Huub vom Rhein kennt die Leipziger und wird seine Abwehrfestung um Torwächter Phil stabil aufbauen, um bevorstehenden Angriffen und einer eventuellen Belagerung der Leipziger stand zu halten. Der finnische Ausputzer Kasperi wird mit seiner positiven und gesunden Aggressivität dem Gegner keinen Ball schenken – unterstützt von Pit Bull Terrier Moritz von Oranien, der ein wenig an Edgar Davids erinnert. Sein schneller Antritt, seine fairen Tacklings, seine enorme Ausdauer, seine Disziplin im Abwehrverhalten und das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff sind eine Bereicherung für jede Mannschaft. Zur Hintermannschaft gehört auch diesmal Publikumsliebling der Ede-Ultras: Jana. Edes blonder Engel ist kein Unschuldslamm und wird schon die passenden Lösungen für die bevorstehenden Aufgaben gegen die 52er haben. Janalein ist eine klassische (Mainzer-)Straßenfußballerin und beherrscht Hacky-Sack Tricks, die sie im Spiel anwendet und somit so manchen Akteur in dieser Liga alt ausschauen lässt. Dabei sind auch wieder Christian und sein TIPP-KICK-Schuss, der schon aufs Spiel „heiße Benjamin“ und Rackerer Lars, der vor der Abwehr spielen wird. Die Mannschaft wird wie gewohnt von Hewethal aufs Feld geführt, der zentral im Mittelfeld agiert und das Spiel schnell machen soll. Hewethal hofft, seine Schwäche im Abschluss überwunden zu haben und trinkt auf Anweisung seines Trainers am Samstag keinen Alkohol mehr. Leider nicht dabei ist Martin. Mit seinem Spielverständnis hinterlässt der Stürmer ein großes Loch im Ede Sturm. Das Duo Martin-Max im Sturm hat schon zusammen gegen Roter Stern Großartiges vollbracht. Als Sturmpartner für den strammen Max wird sehr wahrscheinlich Herr Frantje von der Koeman Crew aus Mainz nachnominiert. Dieser hat in der Vergangenheit schon einiges an Erfahrung im Oranje-Kosmos mit der Rijkaard-Jugend und Koeman Crew auf diversen Hobbytunieren gesammelt. Sollte sich seine Mitfahrgelegenheit noch melden, wird er die Ede-Mannschaft unterstützen. Auf Grund seiner Spielfreude ist er immer für ein Tor gut und am Sonntag daher gut zu gebrauchen.

Vor dem Spiel herrscht jetzt schon große Vorfreude. Zuschauer und Spieler wünschen sich einen wie immer spannenden und unterhaltsamen Kick, einen Kick ohne überhartes Einsteigen, Unsportlichkeit und nervender Vereinsmeierei.

koeman crew

Sensation ist gelungen: Ede stellt Favoriten ein Bein!

Fotos von Tannezäpfle

Als Edwin van der Saar am 2. Spieltag gegen Roter Stern mit 1:2 die zweite Saisonniederlage einstecken musste, schien die Saison für die Saarkicker den für einen Außenseiter „normalen“ Gang zu nehmen.
Doch die Ligalieblinge Edwin van der Saar fingen sich, behaupteten in der Folge gegen Antifa die ersten Punkte und überraschten die haushohen Favoriten KFK und die WSG in den letzen beiden Spielen mit Siegeswillen und ihrer „O Tannenbaum-Taktik“ 3-2-1. Doch leider verlor Ede auch diese Spiele „Ich habe es selten erlebt, dass Aufwand und Ertrag in so einem Missverhältnis standen wie gegen KFK. Uns hat die letzte Konsequenz gefehlt“, kritisierte der Abwehrspieler Kasperi nach der Niederlage.
10:2 Eckbälle, 18:2 Flanken, 60 Prozent Ballbesitz und viele gelungene Pässe belegten die optische Überlegenheit der Saarkicker gegen den KFK. Es fehlte allein an der Effizienz. „Ich kann meiner Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen. Höchstens den, dass sie 10 Meter vor dem Tor nicht das notwendige Durchsetzungsvermögen gezeigt hat“, meinte Ede Trainer Huub vom Rhein nach der erneuten Saisonniederlage.
Roter Stern nur auf dem Papier vorne
Und die Gäste werden das 2:1 aus dem Hinspiel nicht als Maßstab nehmen. „Das ist eine spielerisch sehr gute Mannschaft; das hat man schon im Hinspiel gesehen“, lobt Sternkopf Peter die Hausherren. Am Sonntag kam es zum Rückspiel. Der Tabellenvorletzte Edwin van der Saar empfing die Nauwiesrasselbande. Die Gegengerade bei den Oranjes war wie immer gerappelt voll und die Ede Fahne flatterte bei strahlendem Sonnenschein im Wind. Auch die Westkurve war mit Anhängern, die in stillem Fanatismus für ihre Jungs vom Roten Stern fieberten, gut gefüllt.
In der Anfangsphase ging es gleich zur Sache. Das Duell Jana gegen Peter auf der linken Seite wurde zum Spektakel. Die Zweikampfstarke Blondine in den Reihen der Saarkicker räumte ordentlich auf in der Abwehr und brachte auch mal mit ihrer fairen Maiki-Franz-Schere den Gegner zu Boden. Auch Allrounder Moritz von Oranien nahm die Zweikämpfe direkt an. Roter Stern stellte sogar einen Manndecker gegen M.v.O., weil man sich vor den gefährlichen Zauberpässen fürchtete. Verstärkung erhielt die Ede-Mannschaft von Alt-Star Florian Tannezäpfle. Tannezäpfle, der neulich erst sein Abschiedsspiel auf der Saarwiese gegeben hatte, war zurück (in Jeans). Damals, im Sommer 2007 an der Costa del Saar, ruderte er nur ein bisschen mit den langen Armen und schon brach die Hölle los. Menschenmassen brüllten im berühmten Stadion „Saarwiese“ ihre Begeisterung heraus, Bienchen wummerten durch die Luft und die vorbeilaufenden Menschen ließen die meterdicken Stahlbetonträger der Bismarck-Brücke erzittern. Ganz allein stand der lange, etwas schlaksige Mann vor der tobenden Menge, die geballten Fäuste gegen den Mund gepresst, das Gesicht von Glück und Schmerz verzerrt. Ein Hauch von Drama und Kitsch lag an diesem vergangenen Tag in der Luft. „Das ist einfach zu viel für mich“, bekennt der 27-jährige Tannezäpfle noch mit tränenerstickter Stimme vor seinem erneuten Comeback. Eine Bolz-Karriere, die keiner Achterbahnfahrt glich.
Zurück zum Spiel. Es war fast wie immer. Ede bemühte sich und der Gegner lochte zur Führung. Pippo schaute beim 1:0 für die Nauwieser Ecken eiskalt den Tormann aus und versenkte den Ball im kurzen Eck. Unschön war das vorausgegangene Handspiel von Max mit der Rückennummer 66 von Edwin. Zum Glück erkannten beide Mannschaften sofort, dass es trotzdem Vorteil für Roter Stern war und eine Spielunterbrechung nicht Notwendig war. Das 2:0 für die Nauwieser entstand nach einem individuellen Fehler im Spielaufbau. Christian beachtete das Fußball-ABC nicht und spielte den Ball quer in die Mitte vor das Ede Tor. Stern mopste sich den Ball sofort zurück und Ede geriet direkt wieder unter Druck. Im Wirrwarr vor dem Ede-Strafraum versuchte Christian seinen Fehler wieder auszubügeln und machte einem Sternspieler den Gehfehler. Siebenmeter! Der Siebenmeterschütze konnte erst im Nachschuss verwandeln. Man munkelt, dass Moritz von van der Saar ihn durch den Spruch: „Er verschießt ja eh!“ vor dem Schuss verunsicherte. Nach dem 2:0 für die Sterne wachten die Saarkicker endlich auf und hatten ordentlich Wut im Bauch. Man wollte den zahlreichen Ede-Fans – auch Ede-Ultras genannt – einen Sieg schenken. Noch vor der Halbzeit konnte einmal Abwehrchef Kasperi mit Hilfe eines einfachen Doppelpasses mit Capitano Hewethal die gesamte Sternabwehr aushebeln und einnetzen und damit auf 2:1 für Ede verkürzen. Kampfsau Max brachte kurze Zeit später den Ball zum 2:2 im Nadig-Tor unter. Der Ausgleich rüttelte auch die Fans auf. In Halbzeit zwo drehten die Jungs und Mädels auf dem Platz und auf der Gegengerade richtig auf. Van der Saar setzte die Sternis gehörig unter Druck. Das vom sportlichen Direktor der Edes, Reiner Hewethal-Cruyff, verordnete Pressing war das Zauberwort gegen Roter Stern. Die Grundidee besteht darin, dem Gegner möglichst wenig Zeit zu geben, sein Spiel ruhig und kontrolliert aufzubauen und ihn so zu Fehlern zu zwingen. Das Druckspiel beginnt durch frühzeitiges Stören bzw. Bekämpfen des gegnerischen Angriffs bzw. Angriffversuchs bereits in der gegnerischen Hälfte, was auch Forechecking genannt wird. Grundvoraussetzungen für Pressing sind hohe Laufbereitschaft der Spieler, Dynamik und entsprechende Kondition, ein Spielsystem, welches wie eigens für die Oranjes erfunden zu sein scheint. Der verunsicherte Abwehrchef, der auch den Siebenmeter versiebte, verschenkte den Ball im Spielaufbau kurz vor dem eigenem Tor an Max. Dieser fackelte nicht lange und haute den Ball wieder mal in die Maschen. Roter Stern war in Halbzeit zwo keine Mannschaft mehr sondern nur noch ein Hühnerhaufen, der versuchte das Ei und Spiel irgendwie wieder zurückzugewinnen. Erneut durch einen Abwehrfehler, diesmal von Edes Hintermannschaft, konnte die Truppe von Peter und Uli durch einen sehenswerten Treffer auf 3:3 ausgleichen. Wieder einmal brachten sich die Mannschaft von Trainer Huub vom Rhein ins verderben. An diesem Sonntag sollte es aber ein Sieg werden. Die Mannschaft baute ihr Abwehrbollwerk wieder auf, die Verteidiger pappten wieder wie Guzelpapier am Guzel und vorne wurde wieder mehr geackert und gezackert. Die Bemühungen wurden belohnt, die Oranjes auf dem Feld und die Ultras durften wieder jubeln, nach einem schönen Konter staubte Capitano Hewethal, einen Ball ab, den Nadig nach einem Schuss von Martin nicht entscheidend ablenken konnte, 4:3. Nun hatte man den Gegner, abgesehen von wenigen guten Chancen der Sternenkrieger, die der herausragende Tormann-(J)edi der Edianer parierte, im Griff. Es fehlte nur noch der Todesstoß. Die Chance kam und wurde zelebriert. Lars schob von Rechts außen zu Martin, dieser Stand völlig frei vor dem Nadigkasten und spielte den unglaublichsten Doppelpass in der Bunten Liga Geschichte. Martin stupste den Ball butterweich an die Latte, sodass er zu Lars auf die rechte seite zurückprallte. Lars nahm kontrolliert den Ping-Pong-Ball an und ließ ihn wieder zurück zu Martin kullern, damit er ihn nun endlich zum 5:3 ins Tor streicheln konnte. Es war sozusagen ein drei gegen eins. Martin, Lars und Latte bzw. Fußballgott gegen Nadig. Nun war klar: Ede wird gewinnen und tat es auch. Nach Spielende zogen Rauchwolken über die HBK-Arena. Nicht etwa weil die Ede-Pyromanen zündelten, sondern weil beide Teams und Fans zusammen grillten. Zu später Stunde kickten noch die Mädels von Rosa Stern untereinander. Man plante schon mal ein Freundschaftsspiel, sprach über die Zukunft der Bunten Liga Saarbrücken und freute sich auf eine sonnige Rückrunde.

Ede Van Der Saar – Roter Stern Saarbrücken 5:3

Video von Roter Stern
Kamerakind: Judith

Roter Stern optimistisch, Ede ratlos – Vor dem Spiel am Sonntag sind noch viele Fragen offen
Ein ehrgeiziges Programm hatten sich die sympathischen Edes da aufgestellt: binnen vier Wochen gegen die vier Spitzenmannschaften der Bunten Liga anzutreten, das nötigt sogar dem abgebrühtesten Beobachter Respekt ab. Im neuen Jahr sollte zum Angriff auf die Tabellenspitze geblasen werden und die doch recht statische Tabellenkonstellation gehörig durcheinander gewirbelt werden. Nüchtern muss allerdings zur „Halbzeit“ konstatiert werden: da haben sich die Mannen um Spielmacher Moritz von Oranien gründlich verschätzt. Nach dem ersten Spiel, bei dem sie unter anderem an einem bärenstarken KFK-Keeper, dem kühl-routinierten Kombinationsfussball der Karatekas und nicht zuletzt den eigenen Nerven scheiterten, sollte gegen die WSG Kosmos eigentlich ein Aufbäumen folgen. „Zeichen setzen!“ forderten nicht zuletzt die wieder einmal zahlreich angereisten Ede-Ultras, doch auf eine starke erste Hälfte folgte ein unerklärlicher Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit, so daß die Truppe in Oranje am Ende mit dem 3:6 noch gut bedient war. So kann es gegen den Angstgegner aus dem Nauwieser Viertel nur um eins gehen: „Schadensbegrenzung!“ meinte M.v.O. achselzuckend beim heutigen Training. Von der zunächst vollmundig angekündigten Revanche für die unglückliche 1:2 Hinspielniederlage traut man sich derzeit im Lager der Edes nicht mal mehr hinter vorgehaltenener Hand zu reden.

Ganz anders die Stimmung bei den Grün-Schwarzen: zwar drückte die klare 2:5-Niederlage gegen die Routiniers der Leipziger 52 kurzzeitig die traditionell gute Stimmung der Sterne, doch gilt dieses Spiel als abgehakt. „Nach vorne schauen“ fordert deshalb auch der Capitano Ecker, und Mittelfeld-Rackerer Ray ergänzt: „Wir müssen jetzt einfach von Spiel zu Spiel denken.“ Wohl wahr, denn das kurze Liebäugeln mit der Tabellenführung wurde im Januar von den Leipzigern brutal abgestraft. So scheint beim Roten Stern Realismus eingekehrt sein. „Platz zwei verteidigen“ gibt Ulinho das Ziel für die Rückrunde an. Das dürfte bei den noch ausstehenden Spielen gegen den KFK Meier, die WSG und wiederum die 52er auch ein hartes Stück Arbeit werden. Doch zunächst gilt die volle Konzentration dem Match am Sonntag. „Angeschlagene Boxer sind gefährlich!“ weiß Pippo von der NWB und verspricht für Sonntag bei strahlendem Sonnenschein, 16 ° C, Bier und Würsten endlich mal wieder einzunetzen.

Bunte Liga – Ede Van Der Saar vs. Roter Stern Saarbrücken
Sonntag, 24.02.08, 15 Uhr HBK-Arena

Peter von Roter Stern

WSG Kosmos – Ede van der Saar

WSG Kosmos – Ede van der Saar 6:3
// Sonntag, 17.02.2008 // 15 Uhr @ HBK-Bolzplatz


Fussball saar
Hochgeladen von fakerfaker

Video von Till (Ede van der Saar)

Eisbein schlägt Edamer

Bei idealem Fußballwetter und daraus resultierenden perfekten Platzverhältnissen empfing die WSG Kosmos die Kicker von der Saarwiese. Beide Mannschaften hatten sich bereits im Vorfeld diverse verbale Scharmützel aus der Kategorie Spaß und Unsinn geliefert, was bei der Kollision von zwei gegensätzlichen Spielphilosophien jedoch durchaus dazugehört. Nachdem sich beide Seiten auf eine faire Gangart verständigt hatten, ging es unter tosendem Beifall des Ede-Mobs los. Beide Mannschaften brauchten einige Minuten, um in ihr Spiel zu finden, wodurch die Anfangsphase recht zerfahren anmutete. Ständig wechselte der Ballbesitz, es kam kaum zu nennenswerten Spielzügen. Dann nutzte Spielmacher Seewaldinho eine Unaufmerksamkeit der Ede-Abwehr und markierte den Führungstreffer. Das schien die Holland-Connection wachgerüttelt zu haben: Wütende Angriffe auf das vom kurzfristig fitgespritzten Olli Seewaldkahn gehüteten Tores erzwangen die verdiente 2:1 Pausenführung für Oranje. Kosmos nahm in dieser Phase kaum am Spielgeschehen teil. Allein dank Libero Wolls Organisationstalent konnte Schlimmeres verhindert werden.
Die Pausenansprache schien die WSG dann wachzurütteln. Wie verwandelt kamen die Männer mit dem Adler auf der Brust zurück aufs Feld und zeigten den Oranjes, wo Barthel den Most holt. Mit der besten Leistung in der Geschichte des Sportkollektivs schossen die Kosmonauten eine 5:2 Führung binnen 15 Minuten heraus. Gefälliges Kombinationsspiel, Ballsicherheit in der Vorwärtsbewegung und Kompromisslosigkeit im Abschluss schienen Oranje in dieser Phase zu lähmen. Entlastungsangriffe wurden von der sicher agierenden Dreierkette um Woll, Marx und Sammel, welche kennzeichnend für das progressive Spiel der Schwarz-Weißen ist, immer wieder abgefangen. Der 5:3 Anschlusstreffer für Ede kam zu spät, um das Ruder noch einmal herumzureißen. Ein von Hemmer perfekt angeschnittener Eckball fand dann den Kopf von Richters, der zum 6:3 Endstand einnicken konnte.
Nach dem Schlusspfiff zeigte sich der Ede-Mob enttäuscht ob der erneuten Niederlage der Stadenkicker, verzichtete jedoch auf Vergewaltigung und Brandschatzung, sondern gratulierte artig den hocherfreuten Ostsympathisanten. Die zwei angereisten Kosmos-Anhänger skandierten „Sieg“ und „Olé WSG“. Gemütliches Beisammensein nach dem Spiel mit Bier und Kuchen von Tante Antje wurde zur Spielanalyse und freundlichem Schulterklopfen genutzt. Bei Ede überzeugten neben Neuzugang Lars und Moritz vor allem Capitano Carsten, der mit jedem Spiel stärker zu werden scheint und dem nicht nur aufgrund seiner Frisur Ähnlichkeiten mit Maradona nachgesagt werden. Den größten Anteil am Sieg der WSG hatten Spielmacher Seewaldinho und Libero Woll, auch der hängend spielende Stürmer Hemmer gefiel mit zwei Torvorlagen.
Übrigens wird der Ausflug der WSG in Deutschland-Trikots, welcher zum Zweck der Motivation und des Entertainments geschah, der einzige seiner Art bleiben. In naher Zukunft wird man uns wieder in den gefürchteten schwarzen Leibchen bewundern dürfen.
Ben Diego und Frank the Hammer

Video von Peter (Roter Stern)

Sonntag rollt die Murmel!
HBK Kampfbahn wird zum Schauplatz fürs Schlagerspiel zwischen Ede und WSG.

Vorbericht:

Wenn am Sonntag, den 17. Februar, die Sonne über der saarländischen Landeshauptstadt aufgehen wird, werden alle Menschen in der besagten Stadt wahrscheinlich noch zufrieden in ihren Betten liegen und von langvergangenen Zeiten träumen. Wirklich alle Menschen?? Nein!! Nicht die Spieler von Edwin van der Saar und der WSG Kosmos Frischauf Extraluft. Warum?? Ganz einfach!! In der Bunten-Liga Saarbrücken kommt es an diesem besagten Sonntag nämlich zu einem hochbrisanten Duell dieser beiden großartigen Mannschaften und damit auch zum Duell zweier direkter Konkurrenten im Kampf um die internationalen Plätze. Dass es die Akteure beider Teams unter diesen Umständen morgens nicht mehr im Bett hält, versteht sich da natürlich von selbst. Man kann ohne zu übertreiben durchaus jetzt schon sagen, dass die Spieler „heiß wie Frittenfett“ sind und somit sowohl dem Zuschauer als auch den Akteuren auf dem Feld ein spannendes und rassiges Spiel bevorstehen wird. Aufgrund dieses Zustandes wurde nun sogar schon von Seiten der Stadt Saarbrücken das Angebot an die Bunte-Liga herangetragen, den HBK Sportplatz mit Teflon zu beschichten, damit die Spieler nicht festkleben. (Der Ligapräsident lehnte allerdings dankend ab. – Anm. d.R.)
Über die Kaderzusammensetzung der Oranjes lagen bei Redaktionsschluss leider keine genauen Angaben vor, jedoch geht man in Fachkreisen davon aus, dass man die Holland Connection, angeführt von Moritz von Oranien, in Bestbesetzung auf dem Feld bestaunen darf. So hold ist das Glück der WSG im Gegenzug nicht und man muss den sicheren und zuverlässigen Torhüter der letzten Partien, Oli Seewaldkahn, entbehren. Darüber hinaus kann Kosmos wohl auch nur bedingt auf seinen Defensivspezialisten Janosch „Fringser“ Marx zurückgreifen, der durch einen grippalen Infekt angeschlagen ist. Ansonsten ist aber auch die WSG gewohnt gut besetzt, auf den Erfolg fokussiert und voller Tatendrang. Dass im deutschen Blätterwald und vor allem in der Boulevardpresse im Zusammenhang mit dieser Partie schon des öfteren von einer Neuauflage des 74er WM Finale gesprochen wurde, ist den Teams hinlänglich bekannt und man ist sich auf beiden Seiten auch der großen Verantwortung bewusst, die damit einhergeht. Daher haben sich auch sogleich der edianische Mittelfeldmotor, Moritz von Oranien, und der kosmische Extraluft-Sturm-Deiwel Frank the hammer auf ein faires Auftreten beider Teams verständigt, ohne dabei dem Spiel jedoch eine gesunde Person Konkurrenzkampf abzusprechen. In diesem Sinne freut sich die Bunte-Liga am Sonntag auf einen spannenden Kampf um die internationalen Plätze zwischen Ede van der Saar und Kosmos Extraluft und auf hoffentlich viele Zuschauer!!!

Mit sportlichem Gruß, Frank the hammer -13- WSG
Photobucket

„The same procedure as last week, Miss Antje?“

Die Oranjes müssen auf ihre internationale Abwehrreihe verzichten. Kasperi meldete sich mit folgender Begründung ab: „voi jeesuksen vittu ja saatanan kyrpänä – voi vittujen kevät kun vituttaa niin perkeleesti“, Pasqaule V. und Grudszinski befinden sich beide in der Heimat. Als wäre dieses Dilemma nicht schon genug. Gestern durfte der Trainer H. vom Rhein noch erfahren, dass der komplette Blieskastel-Block mit Badschgo, David und O. Hasselbaink ausfällt.
Sorgenfalten bekommt Huub auch wegen den Sorgenkinder Max und Moritz. Beide sind noch angeschlagen vom letzten Spiel. Wahrscheinlich werden sich die Stehaufmännchen Max und Moritz im Tor abwechseln oder von der Seitenlinie aus die Mannschaft unterstützen. In der Mainzer Str. setzt man auf Debütant Lars, er wird das Mittelfeld beackern und Rückkehrer Ben sorgt für die Lufthoheit in der Orangen-Plantage.
Mit C. Hewethals Werk und des Debütanten Beitrag werden die Kinder von Ede am Tag des Herrn versuchen die Punkte zu holen. Siegen, aber triumphieren nicht.
„The same procedure as every week, Huub“


SPIELPLAN

Ede van der Saar – Roter Stern SB
// Sonntag, 24.02.2008 // 15 Uhr @ HBK-Bolzplatz

Karate FK – Antifa. Blutgrätsche/Fc. Hartz 04
// Sonntag, 02.03.2008 // 14 Uhr @ Knappenroth Bolzplatz

Leipziger 52 – Ede van der Saar
// Sonntag, 02.03.2008 // 15 Uhr @ Knappenroth Bolzplatz

Ede van der Saar – Karate FK
// Sonntag, 09.03.2008 // 15 Uhr

Bolzplatz Knappenroth // Hauschildweg 1 // 66113 Saarbrücken ///S-Bahn Haltestelle: Rastpfuhl

KFK – EDE / BL SB Ticker

Spieplan:

Karate FK – Ede van der Saar 5:3
// Sonntag, 10.02.2008 // 14 Uhr @ Bolzplatz Knappenroth

Spielbericht für Sonntag 10.02.2008
Aus Sicht einer Spielerfrau von Lisa H.

Endlich war es soweit, die Bunte Liga hatte wieder ein reguläres Spiel. Ich hatte schon viel davon gehört und die Ernsthaftigkeit der Lage war mir durchaus bewusst. Es trafen aufeinander die Clubs Karate FK und Ede van der Saar. Für mich war es das erste offizielle Ligaspiel bei dem ich zusehen durfte. Die Erwartungen waren entsprechend hoch. Gegen 14 Uhr trafen beide Mannschaften hoch motiviert an dem verabredeten Treffpunkt Bolzplatz Knappenroth ein und schossen sich schon mal warm. Die Fans auf Seiten Ede van der Saar waren zahlreich erschienen und auch gut mit Getränken und Essen ausgestattet.
Endlich Anstoß. Doch was musste ich als Anhänger der Oranjes dann mit ansehen. Bereits in der ersten Halbzeit kassierte die Mannschaft 3 Tore. Trotz ernsthafter Anstrengungen gelang auch kein Anschlusstreffer. Dies ist allerdings in erster Linie der Wahnsinns Leistung des Schlussmanns vom KFK zu verdanken. Dieser verdammte Keeper stand auch wirklich immer richtig und holte die Bälle aus jedem Winkel. Zu erwähnen bleibt aber auch die etwas unmotivierte Abwehrhaltung der Edes. In der Halbzeitpause versuchte sich Ede zu sammeln und stellte für die nächste Halbzeit die Mannschaft auf einigen Positionen um. Die Bemühungen zeigten in der zweiten Halbzeit auch sofort positive Effekte. Und der Rückstand wurde verkürzt. Der Aufwind hielt aber nicht lange an und KFK baute seinen Vorsprung erneut aus. Ede kam zwar wieder mit zwei Toren ran, darunter ein sehr schön geschossener Elfmeter, aber das half auch nix mehr. Am Ende war das Ergebnis mit 5:3 gerecht und alle konnten mehr oder weniger zufrieden nach Hause gehen. (Das Ergebnis wurde mir so übermittelt, ich hoffe es stimmt, da gabs auch andere Meinungen.)
Jetzt zu den für Frauen wichtigen Themen. Jede Mannschaft sollte einheitliche Trikots besitzen, das sieht a) besser aus und sieht b) besser aus. Außerdem was ist wenn zwei Mannschaften ohne Trikots aufeinander treffen? Wie unterscheidet frau die dann? Na ja ansonsten sollten alle in kurzen Hosen spielen, frau will ja was fürs Auge. Auch die alte Tradition des Trikot ausziehen, nach einem Tor, kam nicht zur Anwendung. Der Torjubel, ach ja der Torjubel, da hat frau schon mal mehr Freude gesehen.
Abschließend war es insgesamt ein schöner Nachmittag, auch wenn mir am Ende fast die Füße abgefroren waren. Ich freu mich schon aufs nächste Spiel am kommenden Sonntag auf dem Bolzplatz der HBK. Dann will ich aber auch `nen Sieg von Ede sehn.

LG eine Spielerfrau

PS: Das nächste Mal schreib ich den Spielbericht auch früher, bevor wieder jeder das Video gesehen hat. Das Video an sich war aber echt ne tolle Sache!!!

Video: Peter von Roter Stern

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Trainerkaruszell:

Antifa. BlutgrAetsche heiszt nun Fc.Hartz 04. Kommando hat nun Thorsten und nicht mehr J-Cob. Kontaktadresse: hartz04saar@web.de // www.myspace.com/325829737

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Trainingslager:

Zu Gast bei Freunden//Leipziger 52: Buntes bolzen, jeden Mittwoch ab 20:00 Uhr im Zentralstadion Dudweiler.

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ZUSCHAUER SIND BEI ALLEN SPIELEN IMMER GERNE GESEHEN. WIR VERLANGEN KEINEN EINTRITT UND GARANTIEREN

+STEHPLAETZE
+EMOTIONEN PUR
+DIREKTEN KONTAKT ZU DEN MANNSCHAFTEN – MITTENDRIN STATT NUR DABEI.

WER JETZT IMMMER NOCH NICHT DIE BL SB SPIELE SUPPORTET UND LIEBER ZU HAUSE BLEIBT DARF SICH FOLGENDES AUF DIE STIRN KRITZELN:
ICH BIN FÜR DIE SCHEISZ STIMMUNG VERANTWORTLICH!!!